Projektbeschreibung

In deutschen Krankenhäusern kommt es zu immer mehr bakteriellen Infektionen mit multiresitenten Keimen. Diese Erkrankungen können aufgrund der Unwirksamkeit von Antibiotika gegen bestimte Bakterienstämme wie zum Beispiel MRSA, tötlich verlaufen, wenn von den Ärzten keine geeigneten Antibiotika eingesetzt werden. Für die Auswahl der richtigen Medikation benötigen die Ärzte schnelle und korrekte Informationen über die vorliegenden Resistenzen. Durch die zeitnahe Bereitstellung dieser Informationen kann die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten stark gesteigert werden und das Entstehen neuer Resistenzen bekämpft werden. Das hier vorgestellte Forschungsvorhaben hat die Entwicklung eines mikrofluidischen Systems zur Bestimmung von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien als Ziel. Es wird ein phänotypischer Ansatz verfolgt, bei dem die Bakterien in einem Mikrosystem kultiviert werden und mit einem optischen Ansatz das Wachstum der Bakterien detektiert wird. Das IMT übernimmt dabei die Entwicklung, Optimierung und Fertigung der mikrofluidischen Sensorzelle. 

Partner aus Industrie und Forschung

Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen

Lionex GmbH, Braunschweig

pco AG, Kehlheim

microdiscovery GmbH, Berlin

OFFIS, Oldenburg

Projektdauer

3 Jahre

Förderung

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.