Projektbeschreibung

Im Verbundprojekt TransPlaMed soll eine Plattform aufgebaut werden, welche spezielle Produktionstechniken umfasst und die Gesundheitswirtschaft in dem Sinne bedient, dass Medizinprodukte hergestellt werden können. Das Institut für Mikrotechnik wird eine Femtosekunden-Laser-Mikrostrukturierungs-Anlage zur Verfügung stellen, mit welcher zwei unterschiedliche Prozesse, einerseits das Verfahren Laser-Induced Forward Transfer (LIFT), zur Herstellung von Metallisierungsschichten und andererseits das Verfahren der Zwei-Photonen-Polymerisation (2PP) Strukturierungsverfahren für die Grenzschicht zum Gewebe. Durch das sogenannte Laser Induced Transfer Verfahren können Leiterbahnen aber auch funktionale Strukturen geschrieben werden. Da mit diesem Prozess praktisch keine thermischen Belastungen des Substrates einhergehen, können so Strukturen auf thermisch empfindlichen flexiblen polymeren oder gar papierenen Substraten erzeugt werden. Durch die Zwei-Photonen-Polymerisation können beliebig geformte 3D-Strukturen mit kleinsten Abmessungen von ca. 200 nm direkt auf ein Substrat geschrieben werden. Dieses Prinzip erlaubt so etwas wie 3D-Printing auf der Nanometer-Skala. Durch derartig erzeugte Strukturen soll das Interface von Implantaten zum Gewebe angepasst und optimiert werden. Beispielhaft sollen beide Verfahren an einer vom Kooperationspartner Blackrock Microsystems Europe (BRME) entwickelten Dünnfilmelektrode validiert werden.

Förderung

Das Projekt TransPlaMed TP4/IMT wird von Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen Programmgebiet Stärker entwickelte Region (SER) gefördert.